Tomas Hoke spricht über CARINTHIja2020, seine prämierte Kunst-Installation anlässlich 100 Jahre Kärntner Volksabstimmung und über Brücken bauen.

„Am besten wäre es, wenn man nach 2020 keine Gedenkveranstaltungen mehr machen muss, weil im Geschichtsbewusstsein dann alles – Volksabstimmung, Volksgruppen, Zweisprachigkeit – einfach zum Land dazu gehört, wie alles andere auch.“ – Tomas Hoke

Wie grenzenlos ist Kunst? Kann sie Sprache und Grenzen überwinden? Und ist es vorstellbar, dass gerade Sprache nicht trennt, sondern vielmehr Mehrsprachigkeit dazu befähigt, die Grenzen in den Köpfen zu überwinden? Kärntner Künstler*innen arbeiten seit langem über Grenzen hinweg und bauen symbolische Brücken, denn im Alpe-Adria-Raum sind die künstlerischen Verbindungen von Kärnten in den Friaul, nach Venetien, Italien sowie Slowenien durchaus vorhanden.

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Kärntner Volksabstimmung vom 10. Oktober 1920 wurde die Kunstinitiative und Landesausstellung “CARINTHIja 2020 – Ein Land in Zeitreisen und Perspektiven” initiiert, die Kulturprojekte aus ganz Kärnten über die Sprachgrenzen hinweg verbindet. Einen besonderen Höhepunkt stellte der künstlerische Wettbewerb zu dem vorgegebenen Thema „Gemeinsam – Skupno“ dar, den Tomas Hoke mit seiner Lichtskulptur „Grenzenlos – Brezmejno“ gewann. Den zweiten Platz belegte das Künstler*innenduo Nicole Six und Paul Petritsch, Dritter wurde das Projekt von Armin Guerino. Die Lichtsäule von Tomas Hoke ist nach seiner eigenen Aussage ein künstlerisches Projekt mit politischen Hintergrund, also Kunst verbunden mit einer sehr klaren politischen Aussage. Die Skulptur wird am 10. Oktober im Regierungsgebäude der Kärntner Landesregierung in Anwesenheit des österreichischen Bundespräsidenten und des slowenischen Staatspräsidenten enthüllt – erstmals nimmt an diesem Tag auch ein slowenischer Staatspräsident an den Kärntner Feierlichkeiten zum 10. Oktober teil. Corona bedingt findet der Festakt der Enthüllung jedoch in sehr kleinem Rahmen statt, jedoch danach wird die Lichtskulptur im Regierungsgebäude öffentlich zugänglich sein.

Anschließend erzählt Tomas Hoke über seine Lauflicht-Installation mit dem Titel „Schön sprechen – Govorite lepo“ auf der Annabrücke bei Grafenstein, die er im Rahmen des von Gerhard Leeb konzipierten Projektes „Brücken bauen – gradimo mostove“, verwirklicht hat. Dieses Projekt von Gerhard Leeb umfasst 12 Draubrücken und 3 Kraftwerke in Südkärnten, die  von 17 Künstler*innen mit Ausstellungen, künstlerische Interventionen und Literatur an den Brücken und Staumauern an der Drau bespielt wurden.

Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner

Im Hintergrund zu hören: Pneumatic Universe, eine Klanginstallation von Tomas Hoke

Sendungsausstrahlung am 7.10. um 18:30 auf Radio Agora 105.5 im Rahmen der Sendereihe Arte Alpe Adria Kulturmomente

Podcast zum Nachhören: https://cba.fro.at/467604

Meeresspiegelungen im Fluss | Christine de Pauli Arte Alpe Adria | Kultur Momente

Meeresspiegelungen im Fluss – Zum 80. Geburtstag der Künstlerin Christine De Pauli Gespräch mit der Künstlerin zur Ausstellung „Im Fluss“ in Schloss Ebenau/Galerie Walker im Rosental „Wir müsssen uns das Staunen und die Freude an der Schönheit erhalten“ – Christine de Pauli Eindrucksvolle, zu staunender Stille einladende Gemälde entführen Kunstinteressierte im Schloss Ebenau (Galerie Walker) im Rosental südlich von Klagenfurt an das Meer. Christine de Pauli zeigt im Rahmen der Ausstellung „Im Fluss“ Werke, die von Gewässern und Musik inspiriert sind. Impressionistisch anmutende Kunstschönheit geprägt von bewegter, schimmender Tonalität in Meeresblau im reflexiven Spiel von Sonnenlicht und Wellen. Ein Gespräch mit der Künstlerin Christine de Pauli anlässlich ihres 80. Geburtstags. Gestaltung der Sendung: Dagmar Travner
  1. Meeresspiegelungen im Fluss | Christine de Pauli
  2. Tabuisierung, Sprachlosigkeit, Fasten | Ina Loitzl
  3. „Neue Krippen“ im Kunstbahnhof Wörthersee in Velden | Barbara Ambrusch-Rapp
  4. Manfred Bockelmann: Zeichnen gegen das Vergessen
  5. Margarethe Stolz Hoke – Ein Leben in 100 Bildern | Armin Guerino

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